Warum manche Xing-Trainer besser den Job wechseln sollten.

In letzter Zeit kommen mir vermehrt Xing-Anfragen unter, die mich einfach zur Weißglut treiben.

Wie kommen Menschen auf die Idee einen anzufragen, weil man in der gleichen Gruppe ist? Immer und immer wieder lese ich die exakt gleiche Formulierung. Es hat den Anschein, dass irgendwelche „Xing-Trainer“ das so gepredigt haben und nun die Menschen mit diesem Anfragetext auf andere loslassen.

Beispiel?! Beispiel:

Hallo Frau Mlinzk, ich bin durch Zufall auf Ihr Profil gestoßen und habe festgestellt, dass wir beide in der selben Gruppe „Sozial Network Marketing“ sind. Wollen wir uns gemäß XING verXINGeln. L.G. und einen sonnigen und erfolgreichen Wochenstart xxx.

Und dann immer dieses „VerXINGeln“ oder „VerXINGen“ oder auch schön „Let’s Xing!“ – ich bekomm das große Kotzen. Habe das Gefühl, ich bin bei Studi.VZ oder WKW – Professionelles Networking sieht für mich anders aus und wenn es viele erstaunen mag, zu ca. 95-98% kenne ich meine über 800 Xing-Kontakte persönlich, habe diese im realen Leben kennengelernt oder zumindest schon mal getroffen. Networking auf diesem Level macht einfach keinen Spaß, das ist einfach nur erschreckend, dass diese Masche auch noch erfolgversprechend zu sein scheint.

Freue mich über eure Beispiele und Gedanken zu den schlechtesten Xing-Anfragen (abgesehen von leeren Anfragen von Menschen, die man nicht kennt oder nicht zuordnen kann).

 

Update:

Weiterführende Gedanken zum Networking von Steve Rueckwardt

 

Update 18.05.:

Mal wieder eine neue Anfrage aus diesem Bereich:

Sehr geehrte Frau Mlinzk, Ihr Profil ist mir in unserer gemeinsamen Gruppe „Netzwerk Kooperation“ aufgefallen. Um dem Gruppen- und Netzwerkcharakter gerecht zu werden, würde ich Sie gerne in meiner Kontaktliste führen. Kontakte sind nun mal das A&O für uns alle im täglichen Business! Vielleicht ergeben sich ja auch mit der Zeit fruchtbare Synergien für Beide im Zuge der Vernetzung?! Es würde mich sehr freuen, gemeinsam mit Ihnen nach möglichen Schnittmengen Ausschau zu halten. Herzlichen Dank und liebe Grüße

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8 thoughts on “Warum manche Xing-Trainer besser den Job wechseln sollten.

  1. Anonymous 18. April 2011 um 11:26 Reply

    Authentizität ist das, was fehlt. Generische Anfragen wegschmeißen ist großartige Prokrastination. Ich frage mich stets, ob sich Menschen, die Trainer dafür engagieren oder im Allgemeinen eine fragwürdige Social Media-Strategie fahren, jemals den tatsächlichen ROI kontrollieren. Tut das überhaupt jemand?

  2. Romy Mlinzk 18. April 2011 um 11:28 Reply

    Gegenfrage: kann man den ROI messen bzw. kontrollieren? Können wir die teils fragwürdigen Metriken einfach auf Social Media übertragen?

  3. Anonymous 18. April 2011 um 12:57 Reply

    Kann ich nur unterschreiben.🙂 Die leeren Anfragen und die „gemeinsame Gruppe“ & Co. Anfragen sind ziemlich lästig. Ich frage dann immer nach, worin denn der Sinn liegen mag sich mit einer solchen Grundlage zu vernetzen. Auch oft zu lesen: „Kontakte schaden ja nur dem, der keine hat“ Auf meine Nachfragen gibt es seeehr selten Antworten und die Anfrage verschwindet dann auch von allein. Oft auch dann, wenn ich ein paar Tage nicht reagiere…😉

    Ich bin da relativ streng und adde eigtlich fast nur Leute die ich persönlich kenne oder seit längerem mit ihnen in Kontakt stehe.

    Es ist zwar schon eine Weile her, aber diese Thematik hatte ich auch schon einmal „behandelt“: http://www.regionalforum-jena.de/2010/09/22/networking-tipp-kontaktanfragen-warum-wollen-sie-sich-vernetzen/

  4. Romy Mlinzk 18. April 2011 um 13:06 Reply

    Danke für Deinen Link. Werde ihn oben noch einfügen.

  5. Anonymous 18. April 2011 um 13:17 Reply

    Ich kann mich dem nur anschließen. Ich kenne mindestens 90% meiner Kontakte persönlich, oder zumindest telefonisch. Gut, es sind nicht ganz so viele, wie bei Dir – aber das liegt denke ich (unter anderem) auch am Job.😉

    Aber diese Form des „professionellen“ Menschenfangens erinnert irgendwie an die Zeugen Jehovas (oder irgendwelche anderen Bekehrungsreligionen). Grausam – aber die Taktiken funktionieren bei vielen (unreflektierten) Menschen eben seit mehreren Jahrhunderten (/Jahrtausenden). Wieso sollte man das also ändern?

  6. Anonymous 18. April 2011 um 20:10 Reply

    XING, ich verstehe darunter: netzwerken sollte bedingungslos sein. Offensichtliche Standardfragen sind sinnfrei. Es sind jedoch nicht die XING-Trainer m.E. sondern Menschen die meinen, dass Sie nach einem Seminar oder mithilfe von Recruiter-Mitgliedschaften oder Tools denken, jetzt den Stein der Weisen gefunden zu haben. Ich nutze diese Tools auch, wie Outlook, FB, PhraseExpress etc. Als Mod. kenne ich diese Anfragen zur genüge, umso mehr gefiel mir aktuell die Ausführungen zur Trollforschung von Sascha Lobo.😉
    Link: http://vimeo.com/22385006 #Sacha Lobo
    Link: http://www.phraseexpress.com/de/video/pex8_neuefunktionen/pex8_neuefunktionen.html
    Link: http://www.xibutler.com/
    noch ein Link: http://www.xibutler.com/

    Have nice Day😉

  7. Frank Stratmann 31. Mai 2011 um 19:01 Reply

    Die Frage, ob man seine Kontakte persönlich getroffen haben muss ist eine oft diskutierte Frage. Ich habe gerade erst einen Twitter Chat mit einem mir vertrauten XING Kontakt hinter mich gebracht, den ich nicht kenne und der einfach Teil der Gruppe war, die modern, kollaborativ ein Teil meines persönlichen Netzwerks ist. Und das ist gut so, weil es mich bereichert. Ich bin übrigens so ein „Offizieller XING Trainer“ und habe zur Kontaktaufnahme in den letzten Tagen ebenfalls etwas verfasst: http://xingtrainer.de/post/5995412698/kontaktaufnahme-xing-was-schreibe-ich-einem

    Ab Montag wird sich die Welt noch einmal ändern. Auf die Kontaktanfragen bin ich gespannt, wenn der Dialog mehr in den Mittelpunkt rückt und quasi auf jeder XING Seite aktiv ist. Viel Erfolg noch beim professionellen Social Business Networking.

  8. Romy Mlinzk 1. Juni 2011 um 08:19 Reply

    Persönlich kennen heißt für mich nicht, dass man sich unbedingt schon gesehen hat. Ich habe gute Kontakte, die ich aus anderen Onlinekanälen kenne und mit denen ich da regen Kontakt habe und somit auch in meinen Xing-Kontakten zu finden sind. Aber ein persönlicher Kontakt ist das trotzdem.

    Diese sinnbefreiten Kontaktsammelanfragen à la „wir sind in der gleichen Gruppe, so let’s xing“ sind die Dinge, die mich nerven. Was nutzen einem Tausende von Kontakten, die man dann nur mit nicht relevanten Nachrichten zuspammt (oder Statusmeldungen) und diese Kontakte dann auch in keinem Zusammenhang mit der beruflichen Situation der Person haben? Man ist dann doch nur eine anonyme Masse.

    Wenn ich gezielt jemanden suche zu einem Thema, dann frage ich auch mal an, ohne die Person zu kennen. Aber erstmal reicht meistens auch eine Nachricht (wenn die Einstellung richtig gewählt ist) anstatt eine Kontaktanfrage zu stellen.

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