#DLDWomen – a long journey to a conference

Der DLD – DIE Konferenz aller Konferenzen zu „Digital, Life and Design“, die es wohl in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum gibt. Burda Media hat mit dem DLD eine Konferenz geschaffen, die hochkarätige Sprecher mit Exklusivät paart und zu der man nur auf Einladung hin darf. Der „ich will dahin“-Faktor ist bei mir ähnlich dem „oh es gibt ein neues Gadget, das muss ich haben“-Effekt bei Applejüngern.

Als dann letztes Jahr zum ersten Mal der Ableger DLDWomen an den Start ging, der das Thema „The Female Decade“ trug, war ich erst recht Feuer und Flamme. Eine Konferenz rund um Frauen, die im (Digitalen) Leben erfolgreich sind, sich in Männerdomänen durchsetzen und trotzdem Kind und Karriere irgendwie unter einen Hut bekommen. Ich muss gestehen, ich bin keine Feministin im Stile von Alice Schwarzer. Im Gegenteil, mir geht diese Dame gehörig auf den Geist, aber das ist ein anderes Thema… Nun denn, letztes Jahr trafen sich am 10. und 11. Juni Frauen und auch ein geringer Anteil Männer zum DLDWomen und lauschten Architektinnen, Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen, Regisseurinnen und anderen inspirierenden Frauen wie z.B. Regine Sixt (Autovermietung Sixt).

Ich war begeistert und konnte aufgrund eines Burda Scholarships an diesem außergewöhnlichen Format an außergewöhnlichem Ort (Deutsches Museum, München) teilnehmen. Anscheinend hatte ich ausreichend gut und in verständlichem Englisch begründet, was es mir bedeuten würde, dabei zu sein.

Auch dieses Jahr wollte ich unbedingt dabei sein, bewarb mich und in der Hoffnung, mein Arbeitgeber würde die Kosten zahlen, bewarb ich mich nicht um einen Scholarship. Wie hätte ich diesen auch begründen sollen? Schließlich war ich nun feste Angestellte und nicht mehr in der Ausbildung (damals war ich Praktikantin bzw. Volontärin), auch wenn die finanziellen Rahmenbedingungen in einer Werbeagentur nicht unbedingt wesentlich besser aussahen als vorher. Nun ja, was tut man nicht alles und der Job einen reizt. Geld ist ja bekanntlich nicht alles, auch wenn es ungemein beruhigt.😉

Die Einladung zum diesjährigen DLDWomen am 29./30.06 (jaaa, diese Woche!) erreichte mich am 20.04. – und das „Drama“ nahm seinen Lauf. Zu dem damaligen Zeitpunkt wusste ich schon, dass die Wege meines Arbeitgebers und mir trennen würden. Ich konnte also die Teilnahmegebühr von 990 Euro (+VAT) nicht mehr darüber abwickeln. Ich war am Boden zerstört. Auch weil die Zahlenmagie wieder zuschlug. Ich verbinde mit dem DLDWomen mehr als nur die Konferenz. Auch der Gedanke an München ist ein sehr besonderer. Konnte ich doch letztes Jahr das erste Mal nach München fliegen und dann gleich 3x über das Jahr verteilt. Immer zusammen mit Hans. Er machte es mir überhaupt erst möglich, dabei zu sein, unterstütze mich, legte berufliche Termine so, dass wir zusammen nach München im Juni konnten. In München waren wir so glücklich wie nie. Abseits unserer normalen Kreise waren wir einfach nur wir. Da konnten wir als Paar einfach mal unbeobachtet sein von der „Social Media“-Szene Hamburgs. Es war immer die schönste Zeit unserer Beziehung, wenn wir in München waren. Dort fühlten wir uns am wohlsten.

#DLDWomen - a long journey to a conference

Quelle: Flickr Hubert Burda Media

Allein aus dieser Erinnerung heraus war es mir ein Herzenswunsch auch dieses Jahr wieder beim DLDWomen „Innovation & Authenticity“ (diesmal im Bayrischen Nationalmuseum, München) dabei zu sein. Dass die Einladung dazu ausgerechnet an Hans‘ Geburtstag in meinem Postfach landete, das konnte einfach kein Zufall mehr sein. Doch wie an das Geld kommen? Lange sträubte ich mich gegen den Gedanken, Freunde und Familie nach Geld zu fragen. Vor allem, weil ich auch noch aus Nebenprojekten Geld ausstehen hatte. Leider schiebe ich solche Themen wie Rechnungen schreiben auch gerne mal vor mich hin… Nun ja, ich hatte 4 Wochen (bis zum 20.05.) Zeit, das Geld zu überweisen.

Jens Best brachte mich auf dann auf eine Idee. Warum nicht Crowdfunding? Warum nicht betterplace nutzen? Er erzählte mir davon auf dem media coffee in Hamburg. Nur langsam konnte ich mich mit dem Gedanken anfreunden, da es sich ja nicht wirklich um einen „gemeinnützigen“ Zweck handelte, für den die Plattform betterplace sonst bekannt ist. Irgendwann habe ich mich durchgerungen, denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Dass ich damit nicht überall offene Türen einrenne, war mir klar. Offene Ablehnung kam mir entgegen. Ich solle doch kellnern gehen, 1000 Euro in einem Monat seien doch in Hamburg wohl kein Problem. Nun ja, die meisten stellen in Hamburg nur auf 400 Euro Basis ein (als ungelernte Kraft versteht sich) und wenn man nicht schwarz arbeitet, bekommt man das Geld auch erst am Ende des Monats (wenn nicht erst am 15. des nächsten Monats, hatte ich alles schon, auch in guten Gegenden Hamburgs…). Ganz zu schweigen, wo ich das neben einer 40+ Stundenwoche machen sollte. Egal. Schwamm drüber.

Ich kündigte die Spendenaktion an, ich sammelte bei Freunden, kündigte eine Spende an meinen Lieblingsverein Viva Con Agua e.V. an und ich generierte Buzz. Somit konnte ich eine Verlängerung meiner Frist bis zum 17.06. erreichen. Was ich aber nicht bedachte, dass die Auszahlung der Spenden von betterplace auch erst geprüft werden mussten und sich somit eine Auszahlung verzögern würde. Ich hätte den 17.06. nicht einhalten können, auch wenn ich das Geld zusammenbekommen hätte (es wäre knapp geworden, derbe knapp).

Aber der Buzz war wohl groß und mein persönliches Wunder erfüllte sich: Das DLD-Team meldete sich. Nun bin ich Teil des dreiköpfigen, offiziellen Bloggerteams und auch meine eigenen Kanäle werden nicht zu kurz kommen. Unter dem Hashtag #DLDWomen werdet ihr auf Twitter mit News rund um die Konferenz versorgt, Fotos etc. inklusive sowie hoffentlich noch Blogbeiträge hier (neben den auf dem offiziellen DLDWomen-Blog).

Alle, die gespendet haben, danke ich herzlich für das in mich gesetzte Vertrauen und eure Großzügigkeit und Herzlichkeit. Außerdem möchte euch bitten, euch zu melden, wenn das Geld zurückgezahlt werden soll. Ansonsten werde das an Viva Con Agua spenden (außerdem muss ich ja auch Flug/Hotel etc. bezahlen – München ist ja nicht gerade preiswert).

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