Blogparade: Umweltschutz in der Küche

Wieder mal Blogparade rund ums Thema Küche. Wie die meisten bestimmt nun mittlerweile wissen, habe ich ein großes Herz für Chemie – nun ja, ich hab das mal studiert. Vielleicht kommt das daher.😉

Auf jeden Fall gab es da auch das große Kapitel „Umweltrecht“ und „Toxikologie“ und auch im Labor war es schon immer so, dass man sich mit der Frage Umweltschutz und Trennung von Chemikalien beschäftigt hat. 

In der Küche ist das nicht anders. Hier trenne ich mittlerweile streng nach Biomüll/Restmüll, Papier, Gelbe Tonne, Glas und Pfandflaschen. Meine kleine Küche ist ab und zu da schon etwas überlastet, da man ja allein schon 3 Behälter für die unterschiedlichen Müllsorten braucht und wenn wir eine komplett getrennte Biomülltonne hätten, wären es sogar 4. Eigentlich finde ich es nicht wirklich gut, dass Bio- und normaler Hausmüll bei uns im Haus nicht getrennt werden. Als ich klein war, hatten wir auch immer einen Komposthaufen und im Schulgartenunterricht wurde mir noch Sinn und Zweck eines Komposts näher gebracht und wie sinnvoll man solchen „Müll“ einsetzen kann. 

Generell hab ich wohl durch verschiedene Faktoren ein gesundes Umweltbewusstsein. Auch durch die Kindheit in der DDR, wo wir Altpapier bei den umliegenden Menschen gesammelt haben. Silo-Sammlungen. Altglas nach Farben zu trennen kann man auch meiner pedantischen Art zuschreiben. Darüber hinaus versuche ich natürlich meine Nebenkosten in der Wohnung niedrig zu halten. So habe ich z.B. es jedes Jahr geschafft, meine Heizkosten zu senken und somit meine Miete. Auch Wasser und Strom sind von Jahr geringer geworden bzw. gleich niedrig geblieben. 

Außerdem besitze ich keine Spülmaschine. In meinen 52 qm lebe ich nun mal zumeist alleine, meine Tasse für den morgendlichen Kaffee nutze ich gerne auch mal 2-3 Tage lang und ja, ich spüle alles in einem Schwung mit der Hand. Dazu lasse ich ca. 5 L heißes Wasser ein und spüle niemals unter fließendem Wasser ab. Genau das ist die Gefahrenquelle, unnötig Wasser zu verschwenden.

Ein guter Tipp zum Energiesparen in der Küche ist übrigens, dass man das Wasser für Nudeln nicht im Topf auf der Herdplatte erwärmt, sondern im Wasserkocher. Geht schneller, verbraucht weniger Energie und der Wasserkocher passt immer auf seine Stromquelle, bei Töpfen „verschenkt“ man häufig genügend Energie, wenn diese nicht 100%ig auf die entsprechende Herdplatte passen (Verschenken absichtlich in Gänsefüßchen, da aufgrund des Energieerhaltungssatzes keine Energie verloren gehen kann, sondern Energie sich immer nur umwandelt). 

Was sind eure Tipps? Lerne gerne dazu. 

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9 thoughts on “Blogparade: Umweltschutz in der Küche

  1. Anonymous 31. Januar 2012 um 14:51 Reply

    Die Stromrechnung für den Kühlschrank wird ordentlich gedrückt, wenn man freien Platz (den man ja meist im Singlekühlschrank hat) mit Wasserflaschen ausfüllt. Wasser „speichert“ die Kälte viel besser als Luft.

  2. Romy Mlinzk 31. Januar 2012 um 14:54 Reply

    Aber was soll ich mit so viel Wasser? Ich hab doch nicht mal ein Auto, um mir die Flaschen kistenweise zu kaufen, so leer wie mein Kühlschrank immer ist.😉

  3. Anonymous 31. Januar 2012 um 15:00 Reply

    Das Leben ist hart und ungerecht zu Dir!😉

  4. Romy Mlinzk 31. Januar 2012 um 15:21 Reply

    Sehe ich auch so… Seufz.

  5. Volker König 31. Januar 2012 um 17:13 Reply

    Ich hab im Studium gelernt, dass es nicht nur auf den Inhalt der Gefäße, sondern auch auf die Form ankommt. Der Kustenrechnungs-Dozent hat uns vorgerechnet, dass der Kühlschrank mit Bierdosen, am besten in Sickspacks, am wenigsten auskühlt, wenn man ihn öffnet, und die einströhmende Luft durch die optimale Oberfläche der Dosen (rund) am besten abkühlt.
    Ich weiss allerdings nicht, ob das seiner Frau so gefallen hat, er soll im Jahr meines Abschlusses geschieden worden sein.

  6. kulturrauschen 4. Februar 2012 um 19:20 Reply

    Oh, wenn man sich mal umschaut, gibt es so viele Möglichkeiten, ressourcenbewusst zu leben. Ein wenig mehr Bewusstsein lässt einen schon viel Strom und und Wasser sparen. Neben der konsequenten Verwendung von Energiesparlampen (schon seit Jahren) und dem konsequenten Wasser-Abstellen bei Nicht-Bedarf schaue ich insgesamt gerade im Bereich Verpackungen und Plastik sehr genau hin. Plastiktütenvermeidung und Planung beim Einkauf sind auch sehr effizient. Ansonsten benutze ich die Spülmaschine, allerdings nur voll und mit Ökotabs und-klarspüler, denn diese reinigen ausreichend und belasten das Abwasser nicht. Es gibt für alles „grünere“ Alternativen… gerade bei Putzmitteln, Entkalkern etc. die bei weniger Chemie ihren Zweck erfüllen (und dank Drogeriemärkten) nicht wesentlich teurer sind als die billigen Putzmittel. Entkalken des Wasserkochers spart natürlich auch Strom. Im Bereich Wischlappen und -schwämme überlege ich auch gerade, auf biologisch abbaubare zu wechseln (z.B. über Waschbärversand). Zu guter Letzt bin ich totaler Biosupermarkt-Fan geworden, auch wenn ich mir das als Grundversorgung nicht leisten kann. Und Heizkosten sind bei einem berufstätigen Menschen auch gut einzusparen… lieber einen Pulli an und ein paar Grad weniger in der Wohnung. Ich empfehle die Plattform utopia.de –> super Seite, Community mit vielen Tipps.

  7. Torsten Maue 5. Februar 2012 um 09:09 Reply

    Noch besser als Energiesparlampen sind LED-Lampen, die verbrauchen noch weniger Strom. Ich arbeite zudem immer häufiger vom Chromebook aus anstelle am Desktop. Spart auch Strom. Und mein neuer Kühlschrank verbraucht auch mehr als 50 % weniger an Strom als sein Vorgänger.

  8. jke 6. Februar 2012 um 00:21 Reply

    Aber eigentlich interessant, dass die Umweltdiskussionen bei uns immer nur negativen Charakter haben, also weniger von allem als Lösungsansatz. Nach dem Cradle2Cradle-Ansatz wäre doch ein Mehrverbrauch gar nicht verkehrt – wenn der produzierte „Müll“ als Quelle für weitere Produkte dienen könnte.

    Die geschredderten Gläser werden übrigens auch nochmal nach Farben sortiert (ich glaube über Lichtbrechung/-reflexion). Und seitdem ich irgendwann las, dass auf den MBAs die Plastikbeutel herausgefischt werden, weil das „Bioplastik“ in dem Kompostrotten in der Zeit nicht auf die benötigte Temperatur von >65°C kommt, schmeiße ich den Biomüll auch nur noch im normalen Plastikbeutel in die Tonne.

    Ich finde es aber schon erstaunlich, dass wir in Deutschland so eine modulare Gesellschaft sind, in der diese Systeme so relativ reibungslos funktionieren.

    Die Spühlmaschine war der erste eigene, große Luxus, den ich mir mal geleistet hatte. Als Tipp hätte ich noch etwas, das hierzulande aber sicherlich nicht auf viel Gegenliebe stoßen würde: Trenntoiletten, in denen der Urin und die Fäkalien getrennt werden. Vorteil: organischer Dünger und weniger Wasserverbrauch. Nachteil: Umbau, Handling des Urins, Umstellung des Benutzerverhaltens. Aber das wäre auch eine schöne Möglichkeit zur Schließung / Optimierung von Stoffströmen.

  9. Dagger 15. Februar 2012 um 15:56 Reply

    @davidermes: Welcher freie Platz? Bier soll auch gehen habe ich mal gehört. Zum Glück. Denn Wasser kaufen ist quasi das Gegenteil von Umweltschutz.

    @Volker König: ROFL!

    @Torsten Maue: Du nimmst also ein elektronisches Gerät statt Kochbuch in der Küche?😉

    Im Allgemeinen ist – ganz klar -w eniger mehr. Je weniger man verbraucht, desto weniger muss auch wieder weg. Oh, ein Allgemeinplatz. AUswärts essen gehen ist zwar deshalb nicht unbedingt die Dauerlösung. Aber auch moderne Spülmaschinen verbraucehn inzwischen nur noch wirklich wenig Wasser wenn man eine Vernünftige erwischt. Ich möchte so eine Spülmaschine.

    Die Idee mit dem Wasserkocher ist gut, mache ich auch mal. Allerdings muss das Wasser ja auch länger kochen für Pasta. Und wenn man dann das Pech eines E-herdes hat…

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