Nürnberg – alte Liebe rostet nicht.

Nürnberg – schon wieder eine kleine Weile her, dass ich hier das letzte Mal war. Glaube, Weihnachten 2006. Damals war ich noch mit Sven zusammen – ein Grund, warum ich heute schon so zeitig hier bin und immer nervöser werde.

Bin mit Sven heute noch verabredet. 8 Jahre waren wir ein Paar – schon während der Studienzeit, ganz klassisch. Dann trennten sich unsere Wege, als ich mich für Hamburg entschied. Aber das Herz vergisst ja nicht, was man 8 Jahre gefühlt hat… auch nicht nach über 4 Jahren Trennung. Sven hat immer noch einen besonderen Platz in meinem Leben, in meiner Biographie, in meinem Herzen. 

Lange Zeit waren wir ein dynamisches Duo in unserem Studiengang und im Leben. Er hat mich durch’s Studium gebracht, es hatte so seine Vorteile, dass er 6 Semester über mir war. Dafür bin ich ihm noch wahnsinnig dankbar. Ohne ihn hätte ich es nie bis zum Bestehen er Diplomprüfungen in Chemie gepackt. 

Mich von ihm zu trennen war zum damaligen Zeitpunkt das Richtige. Bereuen werde ich diesen Schritt nie, aber im Nachhinein weiß ich, dass er immer noch einer der wenigen Menschen ist, die mich wahnsinnig lange und gut kennen, denen ich vertraue, wo die Kommunikation auch ohne Worte funktioniert – und das macht ihn so wertvoll und mich so nervös. Denn in den letzten 2,5 Jahren haben wir uns nicht gesehen, seit er nach Nürnberg gezogen ist auch wenig telefoniert (früher war das mindestens 1x die Woche, Uhrzeit egal – Vorzüge einer guten Freundschaft) – und ich hab mich verändert. Ich hab nichts mehr mit Chemie am Hut, bin seit 2 Jahren im Berufsleben – er promoviert immer noch, reist von Bewerbungsgespräch zu Bewerbungsgespräch. 

Wer mich kennt, runzelt jetzt mit der Stirn und denkt: „Wieso hat sie so Angst und Probleme?“ Klar, sonst passt es doch auch, mit allen per Facebook und Twitter etc. in Kontakt zu sein oder schnell mal mobil anzurufen – Sven ist anders. Sven besitzt ein Mobiltelefon (hat er sich erst nach unserer Beziehung angeschafft), welches er nur zu bestimmten Zeiten an hat. Am Besten schickt man ihm eine Mail und kündigt an, dass man ihn erreichen will. Ja, das gibt es wirklich… 
Facebook verweigert er, sein Xing-Profil verwaist. Ob er Twitter kennt – denke schon, aber er ist so ein kleiner Geheimnisträger der klassischen Art. Nur keine Daten und Spuren im Netz hinterlassen. Und schon gar nicht kommunizieren. Er ist ein Grummel-Bär, das totale Gegenteil von mir – aber genau das reizt halt immer noch. Ich freu mich, ihn in 2 Stunden wiederzusehen, auch wenn ich bis dahin zum Nervenwrack mutiere… 

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