Retweets into sweets

Dank @Wissenssucher (via t3n) auf Olly und Polly von Ollyfactory aufmerksam geworden. Das sind kleine Roboter, die man via USB mit dem Computer verbindet und dann konfiguriert.

Bei Olly plegt man Facebook, Twitter oder jeden anderen Onlineaccount ein und bei jeder @-Mention oder Notification wird dann ein Duft freigesetzt – perfektes Raumspray für Geeks?!

Bei Polly bekommt man für jeden Retweet auf Twitter eine Süßigkeit. Meine Diätpläne sind gestorben… 

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Wie aktiv sind meine Follower? – Danke an @leumund

Christian Leu, besser bekannt als @leumund, veröffentlichte vorhin einen Artikel auf seinem Blog „Wie aktiv sind deine Twitter Follower“. Ein Thema, von dem er denkt, dass es womöglich nur ihn interessiert. Doch ich likete seinen Beitrag auf seiner Facebook Fanseite und schwuppdiwupp hatte ich einen Beta-Invite zu dem von ihm mitentwickeltem Tool „Twitter Activity Pie“ (kurz TAP).

So sieht die Aktivität meiner Follower also aus:

Wie aktiv sind meine Follower? - Danke an @leumund

Fast 75% meiner Follower sind im letzten Monat oder häufiger aktiv auf Twitter unterwegs gewesen. Gute Quote, wie ich finde.

Wie funktioniert’s? Man gibt dem Tool via Twitter-OAuth-Login den Zugang, das Tool analysiert die Follower und das Datum des letzten Tweets, Ausgabe der Graphik erfolgt via Google Charts.

Menschen mit mehr als 5.000 Followern sei gesagt, es werden leider nur die ersten 5.000 Follower ausgelesen – da besteht also noch Potential (ob beim Tool oder bei Twitter kann ich gar nicht sagen – fragt Christian).

Meine Graphik findet sich im Netz auch hier.

„Too Close“ – Song des IE9 commercials

Seit einigen Tagen könnte ich mich nicht genug am IE9 (Microsoft Internet Explorer) commercials satt sehen – aber nicht des Produkts wegen, sondern weil mich der Song von Alex Clare total fasziniert. Eingängig, Soul, Dubstep, genial, zum immer und immer wieder hören:

Hornbach-Kampagne „Keiner spürt es so wie Du“ #KseswD #Kunde

Die meisten Kunden in der Agentur achtung!, bei der ich in Hamburg arbeite, sind einfach Marken, die auch mir nahe sind und am Herzen liegen. Lovebrands, für die ich gerne arbeite und auch mal gerne schreibe und News teile. So auch heute.

Hornbach gehört da auch dazu. Spätestens seit der Hornbach Love-Story versuche ich regelmäßig auf Facebook die News zu lesen und die Werbespots sind sowieso out-standing.

So auch der neue Clip aus dem Hause heimat in Berlin zur Kampange „Keiner spürt es so wie Du“:

Allein dieser kleine Engel! So goldig. Großartige Bildsprache. Yippie Yeah! 😉

Bildermaterial/Rechte: Hornbach

Luxus- und Catcontent = Cartier-Werbung

Cartier werde ich mir wohl nur als Geliebte eines wohlhabenden Midlife-geplagten Mannes leisten können – aber hier geht’s ja auch eher um eine genial umgesetzte Werbung und Großkatzen. Großkatzen sind übrigens die einzigen Katzen, die ich wirklich mag. Mit diesen kleinen Stubentigern kann ich einfach nichts anfangen… 

via: @FLHH

Leipziger Buchmesse oder innere Zerrissenheit

Leipziger Buchmesse oder innere Zerrissenheit

Fotocredit: via Flickr von Lutz536

Nächste Woche findet in Leipzig wieder die alljährliche Buchmesse statt. Immer noch bin ich hin und her gerissen, ob ich fahre oder nicht. Leider tendiere ich immer mehr dazu, dieses Jahr wieder nicht zu fahren. Andererseits denke ich mir, wenn Du jetzt nicht fährst, wann dann? Wann wirst Du Deine Geburtsstadt dieses Jahr wieder besuchen? Wann willst Du dann einen Abstecher nach Delitzsch in Deine Heimat machen? Bis zum 01.08. ist es auch schon nicht mehr so lange.

Warum der 01.08.? Nun ja, am 01.08. vor 20 Jahren starb mein Vati und meine Mutti will das Grab nicht verlängern – mir läuft also die Zeit davon, noch einmal Abschied zu nehmen. Ich verstehe meine Mutti da sehr gut. Sie wohnt seit nun 10 Jahren in Hamburg, lebt ein neues Leben mit einem anderen Mann. Meine Oma und meine Tante sind beide über 80 Jahre alt und keiner kann sich unter aller Voraussicht die nächsten 20 Jahre darum kümmern. Im Gegensatz zu anderen ist es bei uns nicht üblich, irgendwelche Grabpfleger unsere Familiengräber anzuvertrauen. Das ist immer noch in liebevoller Familienhand. So hab ich es kennengelernt und darum werde ich es auch nie verstehen, warum man, wenn man in der gleichen Stadt lebt, sich nicht um ein Grab kümmern kann. 

Nun gut, also nur noch bis August Zeit, trotzdem sträubt sich da irgend etwas in mir. Vielleicht will ich es nicht realisieren, dass es schon 20 Jahre sind. Die Zeit, die vergangen ist, ist viel zu schnell vergangen. Der Schmerz ist immer noch da, auch wenn die Trauer wich. Der Verlust eines Menschen, an den ich nur noch ein paar fixe Erinnerungen habe, der aber ein Fixpunkt in meinem Leben war, immer noch nicht verwunden. 

Für mich kam es unerwartet, dass mein Vati starb. Von einem Tag auf den anderen – dabei waren alle Anzeichen klar zu erkennen, wenn man so im Nachhinein auf die Situation blickt. Doch als Kind sieht man solche Dinge nicht und das ist auch gut so. Mein Vati war ständig in Krankenhäusern und auf Kuren – und das mit Mitte Ende 40. Postkarten über Postkarten habe ich geschrieben bekommen, vielleicht ein Grund, warum ich Postkarten immer noch sammle und aufhebe. Mein Vati war schwer krank, herzkrank. Seinen dritter Hinterwandherzinfarkt sollte er leider nicht überleben. Hinterwandherzinfarkte sind tückisch, auf EKG nur für ausgemachte Kardiologieexperten zu sehen. Er war 51, als er aus dem Leben schied – ich war 11. Es traf mich hart, aber einen Satz werde ich nie vergessen, der mich hätte warnen können. Begeistert war ich vom Jahr 2000 und erzählte in meiner euphorischen Art, wie toll es sein wird, das Millenium zu erleben und mein Vati meinte nur, dass er es wohl nicht erleben wird. Er wusste, dass ihm die Zeit weg lief und ich ignorierte es. Als Kind macht man sich darüber auch keine Gedanken. Da ist das schön, dass der eigenen Vater zu Hause ist – und es macht sich nicht die Spur einer Sorge breit, dass der eigene Vater mit 50 Invalidenrentner ist. Man findet das toll, mit der Bezugsperson, die einem so viel beibrachte, zu Hause ist, wenn man aus der Schule kommt. 

Dies alles hat nicht viel mit der Buchmesse zu tun, aber der Umstand, dass diese Buchmesse vor den Toren der eigenen Kindheit stattfindet, wirft mich trotzdem einer inneren Zerrissenheit zum Fraß vor. Ich weiß noch nicht, wie ich mich entscheiden werde. Es ist ja auch so, dass Bücher nicht gerade zum Kerngebiet meiner Arbeit gehört und ich mir Urlaub nehmen muss und das alles wieder ein tieferes Loch in meine Finanzen reißen wird – auch wenn mir eine Couch im Herzen von Leipzig reserviert ist. 

Nürnberg – alte Liebe rostet nicht.

Nürnberg – schon wieder eine kleine Weile her, dass ich hier das letzte Mal war. Glaube, Weihnachten 2006. Damals war ich noch mit Sven zusammen – ein Grund, warum ich heute schon so zeitig hier bin und immer nervöser werde.

Bin mit Sven heute noch verabredet. 8 Jahre waren wir ein Paar – schon während der Studienzeit, ganz klassisch. Dann trennten sich unsere Wege, als ich mich für Hamburg entschied. Aber das Herz vergisst ja nicht, was man 8 Jahre gefühlt hat… auch nicht nach über 4 Jahren Trennung. Sven hat immer noch einen besonderen Platz in meinem Leben, in meiner Biographie, in meinem Herzen. 

Lange Zeit waren wir ein dynamisches Duo in unserem Studiengang und im Leben. Er hat mich durch’s Studium gebracht, es hatte so seine Vorteile, dass er 6 Semester über mir war. Dafür bin ich ihm noch wahnsinnig dankbar. Ohne ihn hätte ich es nie bis zum Bestehen er Diplomprüfungen in Chemie gepackt. 

Mich von ihm zu trennen war zum damaligen Zeitpunkt das Richtige. Bereuen werde ich diesen Schritt nie, aber im Nachhinein weiß ich, dass er immer noch einer der wenigen Menschen ist, die mich wahnsinnig lange und gut kennen, denen ich vertraue, wo die Kommunikation auch ohne Worte funktioniert – und das macht ihn so wertvoll und mich so nervös. Denn in den letzten 2,5 Jahren haben wir uns nicht gesehen, seit er nach Nürnberg gezogen ist auch wenig telefoniert (früher war das mindestens 1x die Woche, Uhrzeit egal – Vorzüge einer guten Freundschaft) – und ich hab mich verändert. Ich hab nichts mehr mit Chemie am Hut, bin seit 2 Jahren im Berufsleben – er promoviert immer noch, reist von Bewerbungsgespräch zu Bewerbungsgespräch. 

Wer mich kennt, runzelt jetzt mit der Stirn und denkt: „Wieso hat sie so Angst und Probleme?“ Klar, sonst passt es doch auch, mit allen per Facebook und Twitter etc. in Kontakt zu sein oder schnell mal mobil anzurufen – Sven ist anders. Sven besitzt ein Mobiltelefon (hat er sich erst nach unserer Beziehung angeschafft), welches er nur zu bestimmten Zeiten an hat. Am Besten schickt man ihm eine Mail und kündigt an, dass man ihn erreichen will. Ja, das gibt es wirklich… 
Facebook verweigert er, sein Xing-Profil verwaist. Ob er Twitter kennt – denke schon, aber er ist so ein kleiner Geheimnisträger der klassischen Art. Nur keine Daten und Spuren im Netz hinterlassen. Und schon gar nicht kommunizieren. Er ist ein Grummel-Bär, das totale Gegenteil von mir – aber genau das reizt halt immer noch. Ich freu mich, ihn in 2 Stunden wiederzusehen, auch wenn ich bis dahin zum Nervenwrack mutiere… 

#botornot – Thank God, I’m a Human.

Thanks to Aron Pilhofer:

#botornot - Thank God, I'm a Human.

I’m Human! You can test it, too: http://botornot.net/project

Dresden 1945 – eine Vergangenheit, die mir fast keine Zukunft bescherte

Wie jedes Jahr gedenken viele der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945, als Dresden von den Engländern bombardiert wurde. Die Nacht, als Dresden voller Flüchtlinge war, Unschuldige. Die Nacht, die wie ein kalter Vergeltungsschlag am Ende des 2. Weltkriegs wirkt. Und die Nacht, in der ich fast keine Zukunft hatte.

Dresden 1945 - eine Vergangenheit, die mir fast keine Zukunft bescherte

Credits: Bundesarchiv, Bild 183-Z0309-310 / CC-BY-SA

Meine Familie väterlicherseits ist sorbischen Ursprungs, lebte im Teil der Lausitz, der heute zu Polen gehört. Als die Russischen Truppen näher rückten, mein Großvater an der Front war, musste meine Großmutter allein mit den 3 Kindern fliehen. Nur das Nötigste in einem Bollerwagen gepackt, das gute Geschirr im Garten vergraben – denn die Hoffnung, man käme zurück, starb bekanntlich zuletzt – und so machte sie sich mit meiner Tante (damals gerade 15), meinem Onkel (damals knapp 9) und meinem Vati (keine 4 Jahre) auf Richtung Thüringen, wo ihre Familie ursprünglich herkam. Wann genau dieser kleine Tross in Dresden eintraf, weiß ich leider nicht. Doch kamen sie bei einer Cousine meiner Großmutter unter.

Meine Großmutter schien eine Vorahnung zu haben, denn in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 verließ sie mit den Kindern Dresden – und sah es brennen. Der komplette Straßenzug, in dem meine Cousine meiner Familie Unterschlupf gewährte, stand anschließend nicht mehr, auf die Grundmauern niedergebrannt. Wie genau sich das alles abgespielt hat, kann ich nicht sagen, nicht beurteilen, ob dies alles exakt so der Wahrheit entspricht. Doch die Vorahnung bzw. die Entscheidung meiner Großmutter hat meinen Vati am Leben erhalten und somit meine Zukunft gerettet.

Leider kann ich nach dem genauen Hergang der Nacht meine Großmutter nicht befragen und ich bin mir nicht sicher, ob meine Tante (wird dieses Jahr 84) bereit wäre, ihr Wissen aus dieser Nacht zu teilen. Andererseits ist sie noch Teil dieser Geschichte und allzuviel Zeit wird mir nicht mehr bleiben, mehr über meine Familie zu erfahren und sie ist die Einzige, die mir noch Antworten geben kann.

Digital Death – What Happens Online When You Die

Im SocialMedia guide von Matthew Tommasi hab ich heute ein interessantes Video eines Lebensversicherers gefunden. Ein Thema, was auch mich immer noch beschäftigt und für das ich noch nicht die perfekte Lösung gefunden habe. Was passiert mit meinem digitalem Ich, wenn ich sterbe?

Diejenigen, die mich schon länger kennen, wissen auch, dass mich so etwas direkt schon mal betroffen hat. Daher liegt die Überlegung nicht fern, etwas zu tun. Sammel ich meine Passwörter und hinterlege sie für meine Erben in einem Bankschließfach mit Anweisungen? Lege ich eine Datei in die Cloud mit den Passwörtern und Anweisungen mit Zugriff für diverse Menschen? Ich weiß es noch nicht.

 

Habt ihr vorgesorgt? Wenn ja, wie? Bin für Anregungen und Tipps dankbar.

 

Hier nun das Video: